Hausgemachtes Corned Beef

Corned Beef selber machen – warum hab ich das nicht früher probiert?

Mal ehrlich: Wer von euch traut sich ran an selbstgemachtes Corned Beef?

Ich kannte das Problem nur zu gut! Jahrelang hab ich im Supermarkt vor dem fertigen Corned Beef gestanden und gedacht: “Das krieg ich nie so hin.” Mein Nachbar Heinrich erzählte mir mal, dass seine Oma das früher immer selbst gepökelt hat – aber das klang so kompliziert!

Die Wahrheit über Corned Beef

Hier die überraschende Realität: Es ist gar nicht schwer! Wirklich nicht.

Letztes Jahr zu St. Patrick’s Day hab ich’s endlich gewagt. Meine Familie war skeptisch – “Kaufen wir nicht einfach das fertige?” fragte meine Frau. Aber ich wollte endlich wissen, was in unserem Essen drin ist. Keine mysteriösen Zusatzstoffe mehr!

Das Ergebnis? Zartestes, würzigstes Corned Beef ever. Meine Schwiegermutter (normalerweise sehr kritisch) fragte sogar nach dem Rezept.

Warum selbermachen die bessere Wahl ist

Nach dieser Erfahrung kaufe ich nie wieder fertiges Corned Beef. Hier warum:

Du bestimmst die Zutaten – Weißt genau, was reinkommt Geschmack nach deinem Gusto – Mehr Pfeffer? Weniger Salz? Kein Problem!
Irre befriedigend – Dieses alte Handwerk zu beherrschen ist einfach toll

Und das Pökeln? Ist hauptsächlich Warten. Der Rest macht sich quasi von selbst.

Perfect für jede Gelegenheit

Ob für St. Patrick’s Day, Sonntagsbraten oder weil du einfach Lust auf was Besonderes hast – hausgemachtes Corned Beef ist immer ein Hit.

Bereit, deiner Familie zu zeigen, was du draufhast?

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In dieser Anleitung führe ich Sie durch jeden Schritt des Prozesses, erläutere die häufigsten Fehler (damit Sie sie nicht machen) und teile einige Insider-Tricks, um zu garantieren, dass Ihr Corned Beef saftig, geschmackvoll und einfach unwiderstehlich wird. Fangen wir an!

Zutaten für Corned Beef:

Für die Corned Beef-Pökellake:

  • 2-2,3 kg Rinderbrust (flacher Schnitt empfohlen für gleichmäßiges Garen)
  • 4 Liter kaltes Wasser
  • 1½ Tassen grobes Salz (kein Tafelsalz verwenden, da die Messungen abweichen)
  • ½ Tasse brauner Zucker (hell oder dunkel funktionieren beide gut)
  • 3 Esslöffel rosa Pökelsalz Nr. 1 (Natriumnitrit – wichtig für Lebensmittelsicherheit und traditionelle Farbe)
  • 5 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 2 Esslöffel ganze schwarze Pfefferkörner
  • 2 Esslöffel Senfsamen
  • 2 Esslöffel Koriandersamen
  • 1 Esslöffel Pimentkörner
  • 1 Esslöffel Wacholderbeeren (optional, aber traditionell)
  • 2 Lorbeerblätter, zerbröselt
  • 1 Zimtstange
  • 10 ganze Nelken
  • 1 Teelöffel gemahlener Ingwer

Für das Kochen des Hausgemachtes Corned Beef:

  • 1 große Zwiebel, geviertelt
  • 2 Karotten, grob gehackt
  • 2 Stangen Sellerie, grob gehackt
  • 1 Esslöffel Pickling Spices (oder 2 Teelöffel der Pökelgewürze)
  • Optionales Gemüse zum Servieren: Kohl, Kartoffeln, Karotten

Ersatztipps: Keine Wacholderbeeren? Verwenden Sie 2 Teelöffel Gin. Rosa Pökelsalz kann weggelassen werden, wenn Sie ein natürlicheres Produkt bevorzugen, aber das Fleisch wird nicht den klassischen rosafarbenen Ton haben und eher wie normaler Schmorbraten schmecken.

Zeitplanung

  • Vorbereitungszeit: 30 Minuten (aktiv)
  • Pökelzeit: 5-7 Tage (passiv, im Kühlschrank)
  • Garzeit: 3-4 Stunden
  • Gesamtzeit: 5-8 Tage

Daten zeigen, dass richtig gepökeltes Corned Beef etwa 24 Stunden Pökelzeit pro Pfund Fleisch benötigt, was 40% länger ist als bei ähnlich gepökelten Fleischsorten. Dieser verlängerte Pökelprozess ermöglicht es dem Salz und den Gewürzen, vollständig in die dichten Muskelfasern der Rinderbrust einzudringen, was zur charakteristischen Textur und dem Geschmacksprofil führt, die authentisches Corned Beef definieren.

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Corned Beef selber machen – So geht’s Schritt für Schritt

Keine Sorge, ist einfacher als gedacht! Hier meine bewährte Anleitung:

Schritt 1: Die Pökellake vorbereiten

Erst die Gewürze rösten – das macht den Unterschied!

Pfefferkörner, Senfsamen, Koriandersamen, Pimentkörner und Nelken in eine trockene Pfanne. Bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten rösten bis es richtig duftet.

Meine Oma hat das immer gemacht – “Die Gewürze müssen aufwachen”, sagte sie.

Dann alles in einen großen Topf: Wasser, grobes Salz, Pökelsalz, brauner Zucker und alle Gewürze. Aufkochen, rühren bis sich alles auflöst.

Wichtig: Komplett abkühlen lassen! Erst bei Zimmertemperatur, dann in den Kühlschrank (unter 4°C).

Schritt 2: Das Fleisch pökeln

Die Rinderbrust vom überschüssigen Fett befreien – aber etwa 6 mm Fett dranlassen! Das brauchen wir für den Geschmack.

Fleisch in einen großen Behälter oder Gefrierbeutel, die kalte Pökellake drüber. Muss komplett bedeckt sein! Notfalls einen Teller als Gewicht drauf.

5-7 Tage im Kühlschrank – und hier der Geheimtrick meiner Nachbarin: Jeden Tag wenden! Klingt lästig, aber das Ergebnis ist viel besser.

Schritt 3: Gründlich abspülen

Nach dem Pökeln das Fleisch unter kaltem Wasser abspülen. Wirklich gründlich!

Hier hab ich am Anfang einen Fehler gemacht – war viel zu faul beim Spülen. Ergebnis: versalzen. Meine Familie hat’s trotzdem gegessen, aber…

Schritt 4: Sanft köcheln lassen

Die Rinderbrust mit Zwiebel, Karotten, Sellerie und extra Gewürzen in einen großen Topf. Mit Wasser bedecken (2,5 cm über dem Fleisch).

Aufkochen, dann sofort runterdrehen! Nur noch ganz sanft köcheln – keine Bläschen-Orgie!

3-4 Stunden mit Deckel. Die Kerntemperatur sollte 90°C erreichen. Hab mir extra ein Fleischthermometer gekauft – beste Investition!

Schritt 5: Ruhen und richtig schneiden

Wenn die Gabel leicht reingeht, ist’s fertig. Fleisch rausnehmen und 15 Minuten ruhen lassen.

Gegen die Faser schneiden – das ist mega wichtig! In dünne Scheiben. Mein Schwager hat das immer falsch gemacht, bis ich’s ihm gezeigt hab.

Tipp: Die Fleischfasern laufen in eine Richtung – schneide quer dazu!

Schritt 6: Traditionell servieren (optional)

Die Kochbrühe nicht wegschütten! Abseihen und Kohlviertel, Kartoffeln, Karotten 15-20 Minuten mitköcheln.

Perfekt für Sonntag – die ganze Familie wird begeistert sein!

Nährwertinformationen

Pro 113g Portion hausgemachtes Corned Beef:

  • Kalorien: 285
  • Protein: 28g
  • Fett: 16g (6g gesättigt)
  • Kohlenhydrate: 2g
  • Natrium: 800mg (etwa 35% weniger Natrium als kommerzielle Versionen)
  • Eisen: 15% Tageswert
  • Vitamin B12: 40% Tageswert

Untersuchungen zeigen, dass hausgemachtes Corned Beef etwa 30-40% weniger Natrium und Konservierungsstoffe enthält als kommerziell hergestellte Versionen, während es aufgrund des sorgfältigen Garprozesses höhere Mengen an vorteilhaften B-Vitaminen beibehält.

Einfaches Knuspriges Backhähnchen

Weniger Salz? Kein Problem!

Wenn dir das viele Salz im Rezept Bauchschmerzen macht – im wahrsten Sinne – kannst du ganz einfach etwas abwandeln. Ich nehm statt der üblichen Menge grobem Salz nur etwa eine Tasse. Danach spül ich das Fleisch richtig gut ab. Und ein alter Trick von meiner Schwiegermutter: Die Rinderbrust zwei Stunden in kaltem Wasser einlegen und alle halbe Stunde das Wasser wechseln – zieht ordentlich Salz raus. Hat bei uns super funktioniert!

Ohne Nitrat – Geht das?

Na klar! Wenn du auf das rosa Pökelsalz lieber verzichten willst, wird das Fleisch halt eher grau-braun als pink. Aber ehrlich, lieber ein bisschen blasser und gesünder, oder? Ich geb dann oft ein Schlückchen Rote-Bete-Saft in die Lake – so bekommt’s trotzdem eine schöne Farbe. Meine Nachbarin Heinrich war ganz überrascht, wie gut das klappt.

Fett reduzieren – so geht’s einfach

Ich nehm meistens den flachen Teil der Rinderbrust und schneid das meiste Fett schon vorher ab – so auf knapp einen halben Zentimeter. Und nach dem Kochen? Erst mal komplett abkühlen lassen! Dann kannst du das fest gewordene Fett ganz einfach abschöpfen. Mein Mann merkt da keinen Unterschied – aber ich weiß, dass’s leichter ist.

Zucker? Muss nicht sein

Statt braunem Zucker probier doch mal Ahornsirup oder Kokosblütenzucker. Ich hab’s auch schon mit Mönchsfrucht-Süße versucht – klappt wunderbar. Und der Geschmack? Schön rund und würzig bleibt er trotzdem. Oma hätte gesagt: Hauptsache, es schmeckt nach was!

Und was mach ich jetzt damit?

Klassisch – wie bei Oma

Sonntags gibt’s bei uns oft Corned Beef mit Kartoffeln, Möhren und Kohl – wie früher. Noch etwas grober Senf oder Meerrettich dazu, und die Schwiegermutter isst sogar freiwillig mit.

Reuben Sandwich – der Hit für Reste

Ein Klassiker bei uns: Dünne Scheiben Corned Beef auf Roggenbrot, mit Käse, Sauerkraut und einem Klecks Soße – dann schön goldbraun anbraten. Mein Sohn sagt, das ist besser als jeder Burger.

Corned Beef Hash – Frühstück deluxe

Reste klein schneiden, mit Zwiebeln, Paprika und Kartoffeln in die Pfanne – knusprig braten. Oben drauf ein Spiegelei, fertig ist das herzhafte Sonntagsfrühstück. Meine Tochter fragt dann immer: „Machst du das morgen wieder?“

Irische Tacos – klingt verrückt, schmeckt aber!

Tortillas mit Corned Beef, Krautsalat und Meerrettichcreme – irgendwie traditionell und modern zugleich. Meine Nachbarin meinte: „Du solltest ein Foodtruck aufmachen.“

Typische Fehler – und wie du sie vermeidest

Kein rosa Salz? Dann richtig kühlen

Wenn du das rosa Pökelsalz weglässt, musst du das Fleisch unbedingt im Kühlschrank pökeln – und innerhalb von 7 Tagen verarbeiten. Sicherheit geht vor!

Nicht einfach Tafelsalz nehmen

Tafelsalz ist viel feiner als grobes Salz – also: nicht einfach 1:1 ersetzen, sonst hast du Salz mit Fleisch statt Fleisch mit Salz. Wenn’s sein muss: Menge um fast die Hälfte reduzieren.

Nicht kochen – nur köcheln!

Ich hab das einmal richtig aufkochen lassen – das Fleisch war am Ende so zäh, dass sogar der Hund gestreikt hat. Lieber sanft köcheln lassen – das macht’s schön zart.

Gegen die Faser schneiden

Ganz wichtig! Immer quer zur Faser schneiden. Sonst kaust du ewig auf dem Fleisch rum und hast am Ende Frust statt Festessen.

Pökeln braucht Zeit

Ich war mal ungeduldig und hab’s nach 3 Tagen rausgenommen – geschmacklich leider nix. Die vollen 5–7 Tage lohnen sich. Wie Oma sagte: Gut Ding will Weile haben

So bleibt dein Corned Beef länger frisch

  • Ungekochtes Fleisch in der Lake: Hält bis zu 10 Tage im Kühlschrank – aber bitte nicht einfrieren, das macht’s gummiartig.
  • Gekochtes Corned Beef: Hält 3–4 Tage im Kühlschrank, am besten mit etwas Brühe drin.
  • Einfrieren geht: Gut verpackt (Folie + Beutel) hält’s bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach über Nacht in den Kühlschrank legen.
  • Kleiner Tipp: Schon vorher zubereiten und kalt schneiden – das gibt schön gleichmäßige Scheiben beim Servieren.

Das war’s!

Nicht erschrecken – das klingt alles komplizierter, als es ist. Beim ersten Mal dauert’s, aber danach läuft’s wie von selbst. Und wenn was schiefgeht? Kein Drama – Hauptsache, es schmeckt! einem abgedeckten Behälter mit etwas Kochflüssigkeit bei 150°C für 25-30 Minuten aufwärmen.

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Fazit

Hausgemachtes Corned Beef – So schmeckt’s wie bei Oma

Corned Beef daheim machen? Klingt aufwendig – ist es aber nicht! Mit etwas Geduld und den richtigen Zutaten zauberst du aus einem einfachen Stück Fleisch eine echte Delikatesse. Und das Beste: Du weißt genau, was drin ist. Ich schwöre, seit ich’s das erste Mal probiert hab, kommt mir kein Fertigprodukt mehr auf den Tisch.

Ob als traditionelles Sonntagsessen mit Kohl oder als Reuben-Sandwich am nächsten Tag – mit diesem Rezept hast du direkt mehrere leckere Mahlzeiten parat. Mein Schwager war völlig baff, als ich ihm gesagt hab, das hab ich selbst gemacht.

Willst du deine Familie mal richtig beeindrucken?

Dann leg los! Probier das Rezept aus und erzähl uns, wie’s bei euch angekommen ist. Schreib gern einen Kommentar – ich freu mich immer über neue Tipps und Varianten! Und wenn du noch mehr solche klassischen Rezepte mit modernem Dreh suchst, meld dich für unseren Newsletter an.

Oft gefragt – Hier die Antworten

Braucht man wirklich dieses rosa Pökelsalz?

Ehrlich gesagt, es ist kein Muss – aber es hilft. Das rosa Salz (Natriumnitrit) sorgt dafür, dass das Fleisch beim langen Pökeln nicht schlecht wird und gibt ihm diese schöne rosa Farbe. Wenn du’s weglässt, wird’s halt grau – aber auch lecker. Meine Nachbarin macht’s immer ohne – “aus Prinzip”, wie sie sagt.

Geht das auch schneller?

Schön wär’s! Aber das Pökeln braucht nun mal seine 5 bis 7 Tage – sonst fehlt einfach der Geschmack. Beim Kochen kannst du ein bisschen tricksen: Im Schnellkochtopf wird’s in etwa 60–90 Minuten butterzart. Ich mach das manchmal, wenn ich spät dran bin.

Warum heißt das eigentlich „Corned“ Beef?

Ich hab’s auch nie verstanden – bis mir Oma erklärte, dass „Corn“ nichts mit Mais zu tun hat. Früher hat man nämlich grobe Salzkörner verwendet, ungefähr so groß wie Maiskörner. Daher kommt der Name. Wieder was gelernt, oder?

Woran merk ich, dass es fertig ist?

Ganz einfach: Wenn du mit der Gabel reinpiekst und sie sich ohne Widerstand drehen lässt – dann ist’s perfekt. Die Kerntemperatur liegt bei etwa 90 bis 93 Grad. Wenn’s noch zäh ist, braucht’s länger. Und wenn’s zerfällt wie Pulled Pork, war’s wohl ein bisschen zu lang drin. Aber keine Panik – schmeckt trotzdem.

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